1. Brand / Schrühbrand

Jippie, jetzt kommt der spannendste und wichtigste Teil! Der erste Brand, auch Schrühbrand genannt. Ganz wichtig ist erstmal, dass das Porzellan komplett getrocknet ist. Rest Feuchtigkeit oder kleinste nasse Stellen würden bedeuten, dass das Stück im Brand reißen oder sogar platzen könnte. Das liegt daran, dass im Brand das Objekt schrumpft und bis zu 16 Prozent in seiner Größe schwinden kann. Dies sollte möglichst gleichmäßig passieren.

Also, wenn unser Teil gut und ausgiebig getrocknet ist, können wir den Ofen einräumen, möglichst dicht und platzsparend. Unser Ziel ist es, den Ofen auf eine optimale Temperatur von 900 bis 950 Grad zu bringen, also ordentlich heiß! Vorsicht!

Stück für Stück wird der Ofen dann aufgeheizt, bis er die gewünschte Temperatur erreicht. So ein Durchgang bis zum Herausnehmen der abgekühlten Stücke kann bis zu 24 Stunden dauern.

Dazu muss man sagen, dass die Temperaturen und die Brenndauer immer abhängig von der gebrannten Masse sind.

Wieso machen wir das Ganze eigentlich? Gute Frage!

Die Keramik wird durch die Brände stabiler und dichtet außerdem ab. Beim Schrühbrand wird jedoch absichtlich niedriger gebrannt, um eine gewisse Porosität zu behalten. Das ist wichtig für den nächsten Schritt, das Glasieren.

Dafür müssen die jetzt geschrühten Teile porös bleiben, um die flüssige Glasur ansaugen zu können, damit diese auch bis zum zweiten Brand haften bleibt. Das kannst du hier noch genauer nachlesen!

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